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Sonntag, 1. April 2012

Eurovision Song Contest 2012 - Teil I

Baku, wir kommen! Lange suchte Stefan Raab nach dem Richtigen Vertreter Deutschlands bis dieser in Roman Lob, dem Favoriten der ersten Stunde, schließlich gefunden wurde. Roman Lob ist der Typ Junge von Nebenan, der von Mädchen umschwärmt und von Schwiegermüttern geliebt wird. Mit seinen großen Kulleraugen hat er das Publikum schnell auf seiner Seite, außerdem schmettert er eine herzerweichende Ballade. "Standing Still", geschrieben von Sänger Jamie Cullum, knüpft an "Runnung Scared" der letztjährigen Sieger Ell und Nikki gekonnt an. Wegen dieser Ähnlichkeit darf der deutsche Beitrag einige Häme einstecken.

Germany: Roman Lob - Standing Still

Wie immer stehen die fünf Hauptfinanzierer des ESC im Finale: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien. Aserbaidschan darf als Gastgeber und letztjähriger Sieger mit in diese illustre Runde.

Aserbaijan: Sabina Babayeva - When the music dies

Die Diva schmettert eine leidenschaftliche Soulnummer, die auch ein Cover  Sam Browns Songs "Stop" sein könnte.

Der ESC wird dieses Jahr auch als Song Contest der Greise bezeichnet, da zumindest zwei Länder den Altersdurchschnitt mit ihren Teilnehmern anheben. 

United Kingdom: Engelbert Humperdinck - Love will set you free

Großbritannien dachte sich wahrscheinlich, nach dem selbst die schnuckeligen Jungs von Blue den Sieg nicht heimholen konnten, dass sie lieber einen alten Hasen im Geschäft schicken und auf den Bonus der Jugend verzichten. 

France: Anggun - Echo (You and I)

Frankreich schickt einen Superstar. Hierzulande leider ziemlich unbekannt, höchstens durch den "The Transporter" Soundtrack könnte sie dem einen oder anderen ins Ohr gegangen sein. 

Italy: Nina Zilli - L'amour è Femmina

Italien gibt zwecks Verständigung die Landessprache auf und setzt auf Swing.


Spain: Pastora Soler - Quédeta Conmigo

Spanien in Bestform. Eine sehr bewegende Ballade.

Fazit: Das hier sind wohlgemerkt nur sechs aller Finalisten und meiner Meinung nach waren sie noch nie so gut wie dieses Jahr. Alle gehen ins Ohr, alle haben Gefühl, alle bewegen und die Interpreten dazu sind auch noch hoch sympathisch. Der ESC scheint sich hier endlich selbst ernst zu nehmen und dem geneigten Publikum etwas bieten zu wollen. 

Noch nie habe Spanien so positiv wahrgenommen. Italien ist zurück und wie. Großbritannien überrascht positiv durch eine klassische Nummer. Aserbaidschan hält das Niveau konstant hoch, Frankreich schickt sowieso eine meiner Lieblingssängerinnen (die meiner Meinung nach auch mehr kann) und Deutschland hat einen den man (Frau) einfach lieben muss (und ich hoffe das er seine Mütze endlich ablegt).

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